Sportanlage Buchlern

Instandsetzung und Erweiterung Garderobengebäude

Die changierende Fassade der Sportanlage Buchlern in Zürich widerspiegelt die Dynamik und Bewegung des Sports und vereint durch ihre Einheit den Bestand und den Neubau. Subtil fügt sich das Gebäude in die Anlage ein und setzt eine wiedererkennende Geste. Die ausdrucksstarke Architektur verschafft im Sinne eines diskreten Brandings der ganzen Anlage eine neue Identität.

Die Sportanlage Buchlern ist die grösste polysportive Anlage südlich der Limmat und grenzt an den Altstetter Wald. Schon seit längerem genügte das 1976 von Lorenz Moser erstellte Garderobengebäude weder betrieblichen noch energetischen Anforderungen. Es wurden die Neuorganisation des Bestands sowie der Anbau weiterer Garderoben gefordert. Zusätzlich sollten geeignete Räumlichkeiten für eine Gastronomie angeboten, der Minergie-ECO-Standard erfüllt und Fussgänger und Anlieferung in der Umgebung entflochten werden. Gut erhaltene Partien des bestehenden Garderobengebäudes sollten aus wirtschaftlichen und nachhaltigen Gründen erhalten bleiben. Der Bestand wurde saniert und durch eine Erweiterung im Süden neu gegliedert.

Das Architektur-Konzept sieht vor, das Bestehende mit dem Neuen zu einer Einheit zusammenzuführen und der Sportanlage mittels einheitlicher Fassadengestaltung ein neues Gesicht zu verleihen, das sich an den Sport und die Bewegung anlehnt. Um diese Idee aufzunehmen und um eine klare, identitätsstiftende Erscheinung zu erreichen, wird in Zusammenarbeit mit dem Künstler Valentin Hauri eine über das Ganze gehende, grosszügige Geste angestrebt. Die neue Gebäudehülle wird mit Profilitgläser ausgeführt. Dabei liegen die bestehenden Fenster hinter den Profilitgläser, während neue Öffnungen selbstbewusst und prägnant an die Fassade treten und so das Gebäude neu gliedern.

Projektname Sportanlage Buchlern, Zürich
Zeitraum 2012 – 2013
Auftrag 1. Rang Planerwahlverfahren 2009
Programm Instandsetzung und Erweiterung Garderobengebäude
Standort Friedhofstrasse 89, Zürich
Bauherrschaft Amt für Hochbauten der Stadt Zürich
Leistungen Entwurf, Ausführungsplanung, Bauleitung
Status ausgeführt
Baukosten 9.6 Mio.
Architektur Max Charles Schneble mit Supaarch, Kilchberg

Das Grün der Umgebung scheint auf den Erweiterungsbau abzufärben: Er schimmert und leuchtet nun in verschiedenen Grüntönen. Der Künstler Valentin Hauri hat die Aussenhaut – das Dämmmaterial – rundum bemalt. Eine Glasschicht über dem Ganzen versiegelt die Malerei. Selten gehen Architektur und künstlerische Intervention derart Hand in Hand wie hier.